Das Bumping-System verbindet die präzise Positionierung eines CNC-Portals mit einer zeitgesteuerten Ventilansteuerung. Der Bumpkopf fährt die programmierten Padpositionen eines Wafers an und dosiert dort Lotkugeln als definierte Kontakte für den nachfolgenden Flip-Chip-Verbindungsschritt.
Die Bewegungssteuerung arbeitet dreiachsig in X, Y und Z. Für den Bumping-Ablauf wertet der Encoder-Controller die STEP-Impulse der X-Achse aus. Sobald der eingestellte Zählschwellwert erreicht ist, löst er die Vierkanal-Kaskade aus. So werden Positionierung, Ventilimpulse und parametrierbare Bumping-Profile miteinander synchronisiert.
Die ergänzenden Dokumente beschreiben den Aufbau aus zwei Netzteilen, der dreiachsigen CNC-Steuerung, dem Encoder- und dem Kaskaden-Controller sowie dem vierkanaligen MOSFET-Modul.
BumpingSystemOverview.pdf: Systemaufbau, Funktionen und Prozessablauf
Verdrahtungsplan.pdf: Signalwege, Pins, Register und Anschlüsse
Der Bumpkopf dosiert Lotkugeln über Ventile und Kapillaren auf die programmierten Padpositionen. Encoder und Kaskadensteuerung synchronisieren die Ventilimpulse mit der Bewegung des CNC-Portals. Die vier Ausgänge werden in einer einstellbaren Zeitfolge geschaltet; Impulsdauer und Abstände lassen sich für unterschiedliche Bumping-Profile parametrieren.Die gezeigte Anlage verwendet drei Schrittmotorachsen mit je einem DM542T-Treiber für X, Y und Z. Die Treiber werden mit Puls- und Richtungssignalen angesteuert und ermöglichen einen fein aufgelösten Mikroschrittbetrieb.
Für andere Anforderungen kommen auch Closed-Loop-Antriebe oder Servosysteme mit Positionsrückmeldung infrage, etwa über Encoder oder lineare Glasmaßstäbe. Ob eine konkrete Kombination mit dem Fahrcontroller funktioniert, hängt von den verfügbaren Signalen und Schnittstellen ab. Solche Lösungen sind in der Regel komplexer und kostenintensiver.
Die DM542T sind digitale Schrittmotortreiber für Puls-/Richtungssteuerung. Die dargestellten Kenndaten umfassen 20–50 V DC Versorgung, 1,0–4,2 A Spitzenstrom (bis 3,0 A RMS), einen optisch isolierten Pulseingang bis 200 kHz und bis zu 25.600 Mikroschritte je Umdrehung bei einem 1,8°-Motor. Die passende Einstellung richtet sich nach Motor und Versorgung.Der CNCStep-Controller setzt die Fahrbefehle der Software BumpCtrl in Bewegungen der X-, Y- und Z-Achse um. Er erzeugt die STEP- und DIR-Signale für die Motortreiber und verwaltet Zielpositionen, Referenzfahrten, Scanabläufe sowie Geschwindigkeitsrampen.
Für Inbetriebnahme, Tests oder eigene Steuerungssoftware lassen sich Befehle auch direkt über die serielle RS-232-Schnittstelle senden. Damit übernimmt der CNC-Controller die Positionierung, während Encoder und Kaskaden-Controller die zeitliche Auslösung der Bumping-Impulse koordinieren.
Der BumpAxEnc ist kein am Motor montierter Positionsgeber. Er zählt die STEP-Flanken des CNC-Fahrcontrollers an der X-Achse. Der Zählschwellwert wird über den Parameter TRIGCNT eingestellt. Nach Erreichen dieses Werts erzeugt der Controller einen kurzen TTL-Impuls am Ausgang D3.
Dieser Impuls startet die Kaskade am Interrupt-Eingang D2. Damit lässt sich die Ventilauslösung an den zurückgelegten X-Achsweg koppeln. Zusätzlich kann der Encoder-Controller Impulsfrequenz und Zählerstand über die serielle Verbindung ausgeben.
Der EncCascade empfängt den Trigger am Interrupt-Eingang D2 und startet eine parametrierbare Schaltfolge über vier Ausgänge (D3 bis D6). Über acht einstellbare Zeitparameter in Mikrosekunden legt der Controller die Pulsdauern und Abstände der vier Kanäle fest. Damit lässt sich die gesamte Schaltfolge auf unterschiedliche Bumping-Profile abstimmen.
Die Ausgänge steuern das vierkanalige MOSFET-Modul. In jedem Ventilzweig begrenzt eine Freilaufdiode die Spannungsspitze, die beim Abschalten der Ventilspule entsteht, und schützt so die MOSFET-Ausgangsstufe.
Nach der Schaltfolge misst der Controller den Druck. Unterschreitet der Messwert den eingestellten Grenzwert, setzt er den Druckalarm und hält weitere Kaskadenabläufe an, bis der Druck wieder ausreicht.
Der EncCascade startet nach dem TTL-Trigger die parametrierbare Zeitfolge seiner vier Ausgänge. Das MOSFET-Modul schaltet die Ventile; Freilaufdioden begrenzen die Abschaltspannung der Ventilspulen. Anschließend prüft der Controller den Druck und setzt bei Unterschreitung des Grenzwerts einen Alarm.